Das Bild zeigt ein großes Anführungszeichen oben links und eines rechts unten und dazwischen den Text 'ich fordere jedes land auf, die werbung für fossile brennstoffe zu verbieten. und ich fordere nachrichtenmedien und technologieunternehmen auf, keine werbung für fossile brennstoffe mehr anzunehmen.' in weißer Schrift auf dunkelgrauem Hintergrund. Darunter ist der Zitatgeber 'un-generalsekretär antónio guterres' in kursiver Schrift angegeben.

werbung im öffentlichen raum ist heutzutage eine selbstverständlichkeit: plakatwände, litfaßsäulen und led-bildschirme sind im stadtbild allgegenwärtig. das problem: werbung prägt unser konsumverhalten, meist subtil und unbewusst. fossile werbung beeinflusst klimaschädliche gesellschaftliche normen. sie vermittelt, dass lebensstile, welche die klimakrise verschärfen, teil des alltags und gesellschaftlich weithin akzeptiert sind.

fossile werbung steht damit im widerspruch zwischen bestehenden klimaschutzzielen und der normalisierung klimaschädlicher verhaltensweisen. verschiedene wissenschaftliche studien kamen zu dem schluss, dass umfassende werbeverbote, z.b. von tabak, den konsum verringert – verbote dagegen hätten kaum auswirkungen. Außerdem sind werbeverbote im gegensatz zu den meisten anderen klimaschutz-maßnahmen deutlich leichter umzusetzen und mit weniger kosten verbunden.

“rauchen schadet der lunge, und fossile brennstoffe schaden den lungen des planeten“, zitiert die städtische website von den haag, wo seit letztem jahr sämtliche werbeflächen der stadt von fossiler werbung freizuhalten sind.

bereits 17 niederländische gemeinden, darunter eine ganze provinz, sowie. 28 kommunen außerhalb der niederlande haben werbeverbote für fossile brennstoffe beschlossen. in 5 kommunen wurde sogar jegliche werbung aus dem öffentlichen raum verbannt.

als grafikdesignerin komme ich durchaus mit der gestaltung von werbeanzeigen in berührung. durch mein geleistetes climate pledge bediene ich ohnehin keine klimaschädlichen kunden. aber bisher ist das eine persönliche entscheidung und die fossil-, milch- oder fleischindustrie hat genügend andere grafiker.innen zur auswahl, um den kosnum ihrer produkte weiterhin anzuheizen.

brauchen wir ethische und moralische richtlinien für die werbebranche, um einen positiven konsumwandel voranzubringen?

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