schon damals, in meiner ausbildung zur grafikdesignerin, zur zeit des smartphone booms, hatte ich nie verstanden, warum die onlinenutzung ökologischer sein sollte wie gedrucktes. klar „sterben“ für die papierherstellung bäume und der verbrauch von strom, wasser und druckfarbe ist nicht zu verschweigen, aber wiegt das wirklich den abbau seltener erden und den imensen stromverbrauch für betrieb des endgeräts sowie speicherkapazitäten auf servern für das internet auf? das war ein grund, warum ich mich auf printdesign spezialisierte. ich weißschon lange, dass alleine die emissionen des internets größer sind als der gesamte flugsektor. aber jetzt bin ich endlich über konkrete daten von print- im vergleich mit onlinewerbung gestolpert.

das öko-institut freiburg untersuchte den CO₂-fußabdruck von printwerbung und verglich ihn mit den entsprechenden digitalen werbeformaten.printanzeigen in tageszeitungen erzeugen im vergleich zuonline-bannern nurknapp die hälfte der emissionen. bei 1 mio. impressionen als untersuchungseinheit haben gedruckte werbeprospekte laut der studie sogareinen fünfmal geringeren CO₂-fußabdruck als onlineprospekte.

bei der herstellung von druckprodukten entstehen die meisten CO₂-emissionen bei der papierherstellung und der stromerzeugung für den druckprozess. die größten hebel zum reduzierender treibhausgase liegen alsoin der wahl von umweltfreundlichem papier, z.b. recyclingpapier,und dem einsatz erneuerbarer energien.

ich hoffe diese erkenntnisse helfen dabei weitere kreative nachhaltigkeit bei ihrer täglichen arbeit in konzeption, gestaltung und produktion zu berücksichtigen. denn für eine lebenswerte zukunft zu sorgen schaffen wir nur gemeinsam.

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