grafikdesign

ein denkprozess über funktion, wirkung und seine visuelle darstellung

grafikdesign oder kommunikationsdesign ist für mich die gestaltung visueller mittel zu einem bestimmten zweck. die art und weise der jeweiligen lösung transportiert eine botschaft und erzielt eine wirkung. grafikdesign ist für mich ein handwerk und geht weit über das bedienen der programme hinaus. es ist ein denkprozess, der unter anderem funktion, wirkung und gestaltungsregeln beinhaltet. dabei nutze ich grafische mittel wie schrift, bild, layout, satz, farbe, anordnung und größe.

ich grenze werbung nicht ab. gleich welches medium ich gestalte, meine arbeit beinhaltet stets eine konzeption sowie ästhetik. daher sehe ich den übergang zwischen grafikdesign und kunst als fließend.

ich lebe und arbeite in der heidelberger umgebung, arbeite aber auch ortsunabhängig. die schwerpunkte meiner grafischen arbeit liegen auf folgenden bereichen:

editorial design

bei mehrseitigen medien wie broschüren, magazinen, büchern, exposés, katalogen, umwelt- und geschäftsberichten, kommt es mir auf ein durchgängiges prinzip durch das ganze werk an. die funktion ist wichtig, damit sich der betrachter auf jeder seite zurechtfindet. in zeiten von elektronischen medien soll das lesen von printprodukten außerdem ein erlebnis sein, daher lege ich wert auf die haptik, die auswahl des papiers sowie die bindung.
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plakat

die gestaltung von postern bereitet mir besondere freude, da sie für mich mehr freiheit bedeuten und ein kultureller teil des stadtbildes sind. dabei ist die fernwirkung und lesbarkeit wichtig, ich habe aber genauso spaß daran, details einzubetten, die erst beim genaueren hinsehen bemerkt werden. ich nutze dazu gerne unterschiedliche medien und gehe händisch an die arbeit.
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infografik

in zeiten der informationsflut, werden infografiken, in denen sachverhalte kurz und verständlich aufbereitet werden, immer beliebter. dabei suche ich neue formen, die dem thema entsprechen, beispielsweise hat ein papierflieger für mich nichts mit einer e-mail zu tun. mir gefallen dabei abstrakte formen und methoden, die den zufall beinhalten. anwendung finden infografiken z.b. in form von icons und diagrammen.
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brand design

die entwicklung einer marke und dem damit verbundenen brand design oder corporate design beginnt für mich mit der strategie. erst wenn das konzept steht, geht es an die gestalterische arbeit. dabei ist die marke einzigartig, individuell und anders. die gestaltung soll durchgängig und zeitlos sein. ich halte wenig von grafischen trends, denn diese sind morgen alt. die gestaltung des logos bildet die basis, die auf alle weiteren anwendungen, wie visitenkarte, briefpapier, flyer und website übertragen wird.
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fotografie

die technische umsetzung ist eine wichtige seite der fotografie, die bildsprache eine andere. in zeiten von bilderfluten auf handys, im web und in sozialen netzwerken lege ich wert auf bilder außerhalb des standards. ich achte dabei auf lichtführung und blickwinkel. meine vorliebe gilt grafischen und abstrakten arrangements, bei denen die formen und farben sprechen.
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umweltbewusstsein

ressourcen reduzieren beginnt bei der gestaltung

die infografik zeigt die einsparung von wasser, energie, abwasser und überdüngung durch nutzung von recyclingpapier im vergleich zu papier und frischfasern.

die herstellung von papier, der druckfarbe und das leuchten der lämpchen des bildschirms verbraucht ressourcen unserer erde. ich bin mir deren endlichkeit bewusst, daher bemühe ich mich an den möglichen stellschrauben zu drehen. ich beginne dabei bereits mit der beschränkung der gestaltungselemente und minimiere druckfarben. ich drucke klimaneutral, mit umweltverträglichere farben und auf recyclingpapier (blauer engel) und bevorzuge regionale anbieter. mein computer (wie auch alles andere) wird mit (echtem) ökostrom betrieben. im digitalen bereich nutze ich viel schwarz (statt weiß), um strom zu sparen.

stil

weniger ist mehr

ich arbeite minimalistisch, um auf das wesentliche zu reduzieren und damit klarheit zu schaffen. struktur ist mir wichtig, um ordnung und funktionalität zu bewirken. weissraum ist nicht lediglich leere, sondern führt das auge durch die fläche. mein anspruch an gestaltung ist, zeitlos zu sein.

kleinbuchstaben

zwei alphabete – zwei zeitepochen

heute lernen wir groß- und kleinbuchstaben, das war früher nicht immer so. die entwicklung der lateinischen schrift begann im 1. jahrhundert n. chr. bei den römern mit der aus majuskeln (großbuchstaben) bestehenden capitalis monumentalis. über die jahrhunderte formten sich die buchstaben durch die verwendung unterschiedlicher schreibmaterialien nach und nach zu minuskeln (kleinbuchstaben). im 14. jahrhundert dann, zur zeit der renaissance, wurde die römische kultur wiederbelebt. die humanisten entdeckten antike abschriften in der mittelalterlichen karolingischen minuskel aus dem 7. jahrhundert n. chr. und nahmen an, es handele sich um originale. sie imitierten die karolingische minuskel nach formsprache der damals in italien gebräuchlichen gotischen rotunda und kreierten so die humanistische minuskel. diese fügten sie mit der capitalis monumentalis zusammen und schufen ein alphabet aus minuskeln und majuskeln.

da ich der ansicht bin, die beiden buchstabengattungen passen stilistisch nicht zueinander, ziehe ich es vor, sie je für sich zu verwenden.